Über mich

Mein beruflicher Werdegang:

Im Jahr 2002 habe ich meine Ausbildung zur Logopädin an der Uniklinik Münster abgeschlossen. Nach einer zweijährigen Tätigkeit in einer logopädischen Praxis in Berlin habe ich bis 2023 18 Jahre lang schwerpunktmäßig mit hörgeschädigten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Cochlear Implant Centrum Ruhr und der angeschlossenen logopädischen Praxis Bagus in Essen gearbeitet.

Meine persönliche Reise als Mutter:

Als ich 2010 zum ersten Mal Mutter wurde, brachte das viel in Bewegung. Plötzlich setzte ich mich intensiv mit dem Thema Erziehung auseinander – nicht zuletzt, weil mich der Alltag mit meinen Kindern oft stark herausforderte.

Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet. Schließlich fühlte ich mich durch meine jahrelange Tätigkeit als Therapeutin, zahlreiche Fortbildungen und mein Fachwissen zur Kindesentwicklung bestens vorbereitet.

Doch meine zwei Jungs haben mir gezeigt: Auf Familie kann man sich nicht wirklich vorbereiten.

Natürlich kann ich das perfekte Equipment anschaffen: Bettchen, Wickeltisch, Spielzeug, Bilderbücher. Ich kann meine Kinder fördern und mir Regeln überlegen, die mir wichtig sind. Das ist super!

Aber was ist mit den Momenten, auf die mich niemand vorbereitet hat?

  • Wenn mein Kind abends nicht ins Bett will?

  • Wenn es sich morgens nicht anziehen will?

  • Wenn es einem anderen Kind das Spielzeug wegreißt oder haut und schubst?

  • Wenn mir selbst alles zu viel wird – wie grenze ich mich dann ab, ohne laut oder machtvoll zu werden?

Theoretisch gibt es darauf viele Antworten – die Flut an Erziehungsratgebern zeigt das. Doch praktisch sieht es oft anders aus.

Was ist mit den Tagen, wenn aller Theorie zum Trotz, doch der Brüllaffe durchkommt oder man sich Sachen zu seinen Kindern sagen hört, die man als Kind früher selbst hören musste, aber nicht wollte?

Da kann das persönliche Selbstbild ganz schön leiden und die eigene Mutterrolle plötzlich auf dem Prüfstand stehen. Aber was macht eigentlich gute Elternschaft aus?

Meine Haltung zur Familienbegleitung:

Ich glaube heute, ein gelingendes Familienleben mit all seinen Höhen und Tiefen braucht keine Rezepte oder Konzepte, sondern vielmehr eine gelassene Grundhaltung und eine gewisse Achtsamkeit für bestimmte Werte.
Viele dieser Erkenntnisse verdanke ich dem Buch „Dein kompetentes Kind“ von Jesper Juul, welches einen Umbruch in meiner erzieherischen Haltung bewirkt hat.

Mein Weg zur systemischen Beratung & Therapie:

Im Jahr 2015 habe ich mich in der von Jesper Juul gegründeten Familienwerkstatt familylab zur Seminarleiterin weitergebildet. Seitdem gebe ich regelmäßig Fortbildungen und halte Vorträge für Eltern und pädagogische Fachkräfte rund um die Themen Erziehung & Beziehung.

Nachdem mich nach Vorträgen und Seminaren immer wieder Eltern nach Einzel- und Familienberatungen fragten, entschloss ich mich 2020 zu einer zweijährigen Weiterbildung zur systemischen (Familien-)Beraterin.

Anschließend absolvierte ich ein weiteres Jahr, um die Zertifizierung zur systemischen (Familien-)Therapeutin (DGSF) zu erhalten. Mit diesem therapeutischen Abschluss bin ich nun autorisiert, auch tiefere psychische Prozesse und Krisen zu begleiten.

Erweiterung meines therapeutischen Spektrums:

  • Februar 2024: Ergänzung meiner Arbeit durch eine EMDR-Basisausbildung (Eye Movement Desensitization and Reprocessing).

  • Aktuell: Weiterbildung zur IFS-Therapeutin (Systemische Therapie mit der Inneren Familie) – ein äußerst effektiver Ansatz zur Arbeit mit Inneren Persönlichkeitsanteilen.

Im holzhäuschen geht es also bunt zu – mit einer Kombination aus systemischer Einzel- & Familienberatung/-therapie, Logopädie sowie Vorträgen und Elterncoachings.

Meine Projekte:

Seit 2022: Mein Podcast „Aus dem Häuschen“, in dem ich allein oder mit Gästen brennenden Erziehungsfragen auf den Grund gehe.

Seit 2024: Entwicklung von Videokursen zur Erziehung („Elternvideos“) gemeinsam mit meiner Kollegin Sabine Hertwig.